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Artikel Tagged ‘Wohngebäudeversicherung’

Wohngebäudeversicherung: Urteil zu Absicherung bei Erdfall

14. Februar 2012 Keine Kommentare
Höhle bei flickr dasu  Wohngebäudeversicherung: Urteil zu Absicherung bei Erdfall

cc by flickr/ dasu_

Wenn es ums Geld geht, so scheinen uns Menschen die Argumente niemals auszugehen. So landen zum Beispiel immer wieder Fälle vor Gericht, in denen es sich um Definitionsfragen in Versicherungsbedingungen dreht. So wurde vor dem Oberlandesgericht in Koblenz vor knapp einem Jahr ein Urteil gefällt, das bei der Wohngebäudeversicherung den Unterschied zwischen einem Erdfall und einem Einsturz durch Austrocknung klärte.

Konkret ging es dabei um einen Hausbesitzer, bei dessen Haus sich bereits Risse gebildet hatten. Ein Sachverständiger stellte daraufhin fest, dass das Erdreich unter dem Haus ausgetrocknet sei und sich aufgrund dieser Verkleinerung des Bodens das Haus langsam absenke. Der Eigentümer forderte daraufhin von seiner Wohngebäudeversicherung entsprechende Leistungen, denn Schäden durch Erdfall waren mitversichert.

Der Versicherer weigerte sich jedoch und argumentierte, dass es sich bei einer Austrocknung des Erdreichs nicht um einen Erdfall handle. Die Richter waren am Ende ebenfalls dieser Meinung und der Hauseigentümer musste für die Schäden selbst aufkommen. Laut dem Gericht sei ein Erdfall ein naturbedingter Einsturz des Bodens über natürlichen Hohlräumen. Dies läge bei der Austrocknung des Erdreichs nicht vor.

Ökotest: Wohngebäudeversicherungen im Test

31. Januar 2012 Keine Kommentare
Haus by flickr Horst Schulte Ökotest: Wohngebäudeversicherungen im Test

cc by flickr/ Horst Schulte

Die Experten von Ökotest haben sich für ihre Februar-Ausgabe 2012 Wohngebäudeversicherungen näher angesehen. Unter die Lupe genommen wurden dabei 113 Tarife von 46 Anbietern. Sechs Musterhäuser in drei Städten wurden für den Test als Beispiele herangezogen. Ökotest konnte durchaus einige gute Wohngebäudeversicherungen finden. Gleichzeitig fanden es die Experten auch schade, dass sich einige Anbieter offenbar nicht testen lassen wollten. Einige hätten grundlos abgesagt oder sich gar nicht erst gemeldet.

Testsieger mit einer Gesamtnote von 1,53 wurde der Tarif Komfort 07/2011 der Medien Versicherung. Generell zeigte sich im Test, dass gute Wohngebäudeversicherungen nicht immer gleich die teuersten sein und von großen Anbietern kommen müssen.

Positiv fiel den Experten auf, dass einige Anbieter auf den Punkt grobe Fahrlässigkeit verzichten. Das heißt sie regulieren gewisse Schäden auch dann, wenn der Versicherte sich nicht komplett korrekt verhalten hat. Ein unbeaufsichtigtes Kaminfeuer, das zu einem Brand wird, wäre ein Beispiel für solch einen Fall.

Auch der Elementarschutz gewinnt in den Augen von Ă–kotest immer mehr an Bedeutung. Dabei gibt es ebenfalls bei einigen Anbietern gute Zusatzangebote. Prinzipiell raten die Experten dazu, auf Preis und Leistung gleichermaĂźen zu achten und Tarife genau miteinander zu vergleichen. Die genauen Ergebnisse des Tests findet man in der Ă–kotest Februar 2012.

Jahreswechsel: Gebäudeversicherung checken

20. Dezember 2011 Keine Kommentare
Silvester by flickr rbrands Jahreswechsel: Gebäudeversicherung checken

cc by flickr/ rbrands

Der Jahreswechsel bringt es für die meisten mit sich, dass man auf die vergangenen Monate zurückschaut und auch neue Pläne für das kommende Jahr schmiedet. Diesen Zeitpunkt sollte man auch dazu nutzen, einige Versicherungen wie die Hausrat- oder die Gebäudeversicherung auf den neuesten Stand zu bringen um Unterversicherung zu vermeiden.

Hat man sich zum Beispiel in letzter Zeit eine Solaranlage auf das Dach gesetzt oder bestimmte Arbeiten am Haus beendet, die den Wert des Gebäudes verändern, gilt es den Versicherer darüber zu informieren und dafür zu sorgen, dass der Versicherungsschutz angepasst wird.

Dies kann mit einer leichten Anhebung der Beiträge einhergehen, jedoch kann einem dies im Schadensfall viel Ärger und finanzielle Sorgen ersparen. In manchen Fällen werden die Beiträge jedoch nicht angepasst. Also, wenn man auf das Jahr 2011 zurückblickt, auch an den Versicherungsschutz denken!

Gebäudeversicherung: Regress eines Mieters nur bei grober Fahrlässigkeit

13. Dezember 2011 Keine Kommentare
Adventskranz by flickr onnola Gebäudeversicherung: Regress eines Mieters nur bei grober Fahrlässigkeit

cc by flickr/ onnola

Besonders in der Adventszeit kommt es aus Unachtsamkeit und ähnlichen Gründe leider häufig zu Bränden. Bei einem Schaden, den man als Mieter verursacht, greift normalerweise die Gebäudeversicherung des Vermieters. Der Bundesgerichtshof entschied, dass der Mieter von der Versicherung nur dann in Regress genommen werden kann, wenn grob fahrlässiges Verhalten vorliegt.

In dem konkreten Fall ging es um eine Mieterin, deren Adventskranz einen Brand und damit einen Schaden in Höhe von über 25.000 Euro verursacht hatte. Die Gebäudeversicherung des Vermieters übernahm den Schaden, wollte danach jedoch die Vermieterin bzw. deren private Haftpflichtversicherung in Regress nehmen. Der Versicherer behauptete, dass die Vermieterin grob fahrlässig gehandelt hatte, indem sie ins Bett gegangen sei ohne die Kerzen zu löschen. Die Betroffene verneinte dies jedoch.

Die Richter des Bundesgerichtshof erklärten, dass es hier keine Beweise für grob fahrlässiges Verhalten gebe. Es liege nur einfache Fahrlässigkeit vor, da die Mieterin den Adventskranz nicht genug gesichert hatte. Ein Regress wäre nur bei grober Fahrlässigkeit möglich.

Frostschäden: Hausbesitzer in der Pflicht

6. Dezember 2011 Keine Kommentare
Frost by flickr Bibliothek der Fachhochschule Hannover Frostschäden: Hausbesitzer in der Pflicht

cc by flickr/ Bibliothek der Fachhochschule Hannover

Wir haben an dieser Stelle bereits das eine oder andere Mal darüber berichtet, dass man in unbewohnten Gebäuden besonders im Winter das Wasser abdrehen muss bzw. die Räume soweit beheizen, dass das Wasser in den Rohren nicht frieren kann. Dies gilt laut einem Urteil des Landgerichts Essen auch, wenn nur einzelne Teile des Gebäudes unbewohnt sind.

In dem konkreten Fall ging es um ein Mietshaus, in dem sich vier Wohnungen und eine Gaststätte befanden. Die Mieter von drei Wohnungen als auch die Betreiber der Gaststätte zogen aus. Diese Räumlichkeiten standen leer. Der verbleibende Mieter sollte ebenfalls zum Jahresende ausziehen, schaffte diesen Termin jedoch nicht, weshalb er mit dem Vermieter vereinbarte die Wohnung auch noch im Januar nutzen zu können.

Dem Mieter fiel auf, dass im Keller Wasser von den Wänden herabfloss. Als Ursache machte man ein durch Frost gebrochenes Rohr aus, das sich in der Dachgeschosswohnung befand. Die Gebäudeversicherung weigerte sich den Schaden voll zu begleichen und wollte sich lediglich zu 30 Prozent beteiligen. Im Vertrag hatte der Hausbesitzer nämlich mit dem Versicherer vereinbart in ungenutzten Räumen das Wasser abzusperren.

Vor Gericht sprach der Mann davon, dass dies aus rein praktischen Gründen nicht möglich gewesen sei, da er sonst dem verbliebenen Mieter auch hätte Wasser und Heizung abdrehen müssen. Dies ließen die Richter nicht gelten, da der Hausbesitzer alternativ ja auch die leeren Räume hätte heizen können, damit kein Frostschaden entsteht. Er habe sich daher grob fahrlässig verhalten und eine Kürzung der Leistungen der Gebäudeversicherung von um die 70 Prozent sei rechtens.

Gebäudeversicherung zahlt für Schaden an Einbauküche

29. November 2011 Keine Kommentare
Einbauküche by flickr strickwerk Gebäudeversicherung zahlt für Schaden an Einbauküche

cc by flickr/ strickwerk

Die meisten Deutschen schwören bei der Gestaltung ihrer Küche auf die gute, alte Einbauküche. Doch welche Versicherung ist zuständig, wenn diese zu Schaden kommt? Hier greift in der Regel die Gebäudeversicherung und das auch schon bei einer normalen Einbauküche, wie ein Urteil des Landgerichts Dortmund bestätigt.

In dem konkreten Fall kam es zu einem Brand in der EinbaukĂĽche. Der Versicherer weigerte sich fĂĽr den Schaden aufzukommen, da es sich in seinen Augen um keine individuell geplante und angepasste KĂĽche handelte, sondern nur um ein handelsĂĽbliches Modell.

Die Richter sahen dies anders: Eine Küche könne man schon dann als individuell bezeichnen, wenn bestimmte Teile auf die Räumlichkeiten zugeschnitten werden mussten und man sich beim Aufbau an den vorhandenen Anschlüssen orientierte. Daher müsse die Gebäudeversicherung schon für Schäden bei normalen Einbauküchen einspringen.

Wohngebäudeversicherung deckt Auslagerung von Hausrat nach Schaden ab

8. November 2011 Keine Kommentare
Wasserschaden by flickr splattael Wohngebäudeversicherung deckt Auslagerung von Hausrat nach Schaden ab

cc by flickr/ splattael

Schäden wie beispielsweise durch Leitungswasser weiten sich meist nicht nur auf den Hausrat aus, sondern beschädigen in der Regel auch das Gebäude selbst. In solch einem Fall kann es vorkommen, dass zur Reparatur nach dem Schaden der Hausrat ausgelagert werden muss. Ist dies unumgänglich greift in solch einem Fall die Wohngebäudeversicherung.

Die sogenannten Bewegungs- und Schutzkosten sind normalerweise in üblichen Policen enthalten. Die Reparatur am Hausrat selbst übernimmt jedoch natürlich die Hausratversicherung. So kann es hier schon einmal dazu kommen, dass beide Versicherungen hier für die Auslagerung des Hausrats verantwortlich sind, denn meist werden die persönlichen Gegenstände zusammen mit dem Gebäude beschädigt.

Ist dies der Fall müssen die Versicherer untereinander die Zuständigkeit für die Auslagerungskosten klären. Pauschal dürfen diese die Leistung jedoch nicht einfach verweigern und sich dabei auf die Pflicht des anderen Versicherers berufen.

Wohngebäudeversicherung: Liste von gestohlenen Gegenständen nachreichen

25. Oktober 2011 Keine Kommentare
Immobilienpreis by flickr Images of Money Wohngebäudeversicherung: Liste von gestohlenen Gegenständen nachreichen

cc by flickr/ Images_of_Money

Schäden müssen dem Versicherer so schnell wie möglich gemeldet werden. Dies gilt für die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung genauso wie für andere Versicherungen. Wie an dieser Stelle bereits häufiger erwähnt, sollte man zudem den Schaden möglichst zeitnah dokumentieren und mit Fotos festhalten. Wie viel Zeit hat man jedoch um festzustellen, was nach einem Einbruch alles gestohlen wurde?

Mit dieser Frage beschäftigte sich vor kurzem das Oberlandesgericht Karlsruhe. In dem konkreten Fall waren einem Hausbesitzer bei einem Einbruch einige wertvolle Dinge wie Schmuck gestohlen worden, aber auch Dinge, die mit dem Haus verbunden waren. Er meldete diesen Schaden ordnungsgemäß seiner Wohngebäudeversicherung. Der Versicherer wies ihn dabei jedoch nicht darauf hin, dass auch die Liste mit dem Stehlgut schnellstmöglich eingereicht werden müsse.

Der Mann benötigte eine Zeit um festzustellen, was alles fehlte und vor allem welchen Wert die entsprechenden Gegenstände hatten. Diese Liste reichte er dann mit ein wenig Verzögerung nach und der Versicherer wollte aufgrund dieser Verspätung dem Kunden die Leistung kürzen. Die Richter entschieden am Ende jedoch zu Gunsten des Versicherten. Es handle sich nicht um grobe Fahrlässigkeit. Zusätzlich hatte der Versicherer den Betroffenen nicht über mögliche Folgen informiert. Die Wohngebäudeversicherung muss dementsprechend für den vollen Schaden aufkommen.

BGH: Klauseln in Versicherungsverträgen nach altem Recht sind ungültig

18. Oktober 2011 Keine Kommentare
Vertrag by flickr Gunnar Wrobel BGH: Klauseln in Versicherungsverträgen nach altem Recht sind ungültig

cc by flickr/ Gunnar Wrobel

Wohl jeder Kunde hat Versicherungspolicen zuhause, die dort schon seit Jahren liegen und in die man lange Zeit nicht mehr hineingeschaut hat. Kommt es jedoch zu einem Schaden und man benötigt genau diese Policen, dann sollte man sie unbedingt auf Aktualität überprüfen, was natürlich generell in regelmäßigen Abständen sinnvoll ist.

So wurden 2008 die Vertragsbedingungen per Gesetz verbraucherfreundlicher. Die Versicherer hatten danach ein Jahr lang Zeit um die Verträge abzuändern, doch dem sind auch heute noch manche nicht nachgekommen. Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass Klauseln in alten Verträgen, die dem neuen Recht widersprechen, ungültig sind.

In dem konkreten Fall ging es um den Eigentümer einer leerstehenden Wohnung. Er hatte dort die Wasserrohre nicht entleert und so kam es im Winter zu einem Wasserschaden. Die Gebäudeversicherung weigerte sich nun für den kompletten Schaden aufzukommen und berief sich dabei auf den Versicherungsvertrag, nach dem der Eigentümer seinen Pflichten nicht nachgekommen war.

Nach dem alten Vertrag hätte der Versicherer in solch einem Fall gar nichts zahlen müssen. Das neue Recht sieht jedoch vor, dass der Schaden je nach Schwere nur gemindert werden kann. Zwar wollte der Versicherer immerhin die Hälfte des Schadens begleichen, doch dies reichte den Richtern des BGH nicht. Da die Klausel komplett unwirksam ist, muss der Versicherer für den vollen Schaden aufkommen.

BGH: GrundstĂĽckseigentĂĽmer haftet fĂĽr ĂĽbergreifendes Feuer

11. Oktober 2011 Keine Kommentare
Feuer by flickr schoschie BGH: GrundstĂĽckseigentĂĽmer haftet fĂĽr ĂĽbergreifendes Feuer

cc by flickr/ schoschie

Ein Feuer am eigenen Haus ist für Gebäudebesitzer an sich schon schlimm genug, doch wenn das Feuer auch noch auf das Haus des Nachbarn übergreift, ist dies nicht nur tragisch, sondern kann auch teuer werden. Laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) muss nämlich der Grundstückseigentümer in solch einem Fall auch für Schäden am Besitz des Nachbarn haften.

Fängt die Immobilie des Nachbarn also ebenfalls Feuer, so spielt es in den Augen der Richter keine Rolle, ob der Eigentümer, von dessen Grundstück der Brand ausging, Schuld oder eben keine Schuld an dem Feuer hat. Es ist also nicht wichtig, wer den Brand verursacht hat, sondern alleine, dass der Nachbar einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung habe.

Die Gebäudeversicherung des Nachbarn hat nun die Möglichkeit den Grundstückseigentümer in Regress zu nehmen. Dies werden in der Regel die einzelnen Gebäudeversicherungen untereinander klären, denn am Ende zählt immer, dass man selbst seine Immobilie gut abgesichert hat.