Archiv

Artikel Tagged ‘Wasser’

Wasser gehört nicht in die Wände – richtige Bautrocknung

30. Juli 2013 Keine Kommentare
wikimedia Nino Barbieri 300x227 Wasser gehört nicht in die Wände   richtige Bautrocknung

cc by wikimedia / Nino Barbieri

Ein Schaden durch Wasser ist ein Albtraum fĂĽr viele Hausbesitzer und Mieter. Doch mit den richtigen Mitteln und einer Versicherung ist er beherrschbar.

Feuchtes Erschrecken

Entdeckt man einen Wasserschaden im Haus oder in der Wohnung, muss als erster der Hausbesitzer informiert werden. Auch Schäden durch ein defektes Gerät werden dabei von der Wohngebäude-Versicherung getragen, die Angst vor dem finanziellen Ruin ist also zumeist unbegründet. Dem Antrag an die Versicherung sollten Fotos des Schadens beigelegt werden, sowie eine möglichst genaue Beschreibung der betroffenen Räume.
Die meisten Versicherungen bieten einen Service zum Schadensmanagement an, sodass man die gesamte Abwicklung in deren Hände legen kann.

Trockung mit Wärme und Kälte

Der erste Schritt ist die Bautrocknung. Dazu werden die betroffenen Wände und Böden freigelegt. Sind hierzu Arbeiten durch einen Handwerker nötig, werden auch diese von der Versicherung in der Regel bezahlt.
Die Trockung erfolgt durch Warmluft oder Kondensation, häufig wird beides gleichzeitig eingesetzt. Professionelle Anbieter haben diese Geräte im Fundus, doch es ist möglich, diese zu mieten. Für die Trocknung durch Warmluft wird die Wand zunächst mit Folie abgedeckt. Die Warmluft wird vom Gerät hinter die Folie geblasen und tritt, mit Feuchtigkeit angereichert, in den Raum aus. Während dieser Phase muss unbedingt ausreichend gelüftet werden.

Kondensationstrockner sind vor allem in kleinen Räumen von Vorteil. Sie haben ein Kühlelement, an dem feuchte Luft kondensieren kann. Vom Kühlelement tropft die Feuchtigkeit in einen Auffangbehälter und wird durch einen Schlauch abgeleitet. Hierbei ist es wichtig, den Raum wenig zu lüften, da sonst Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft abgeführt werden muss. Die Geräte verbrauchen elektrische Energie, die aus dem hauseigenen Netz bezogen wird. Dieser Verbrauch wird ebenfalls von der Versicherung ersetzt.

Gebäudeversicherung: Wasserschaden ist nicht gleich Wasserschaden

21. Juni 2011 1 Kommentar
Wasser by wikimedia Alex Anlicker Gebäudeversicherung: Wasserschaden ist nicht gleich Wasserschaden

cc by wikimedia/ Alex Anlicker

Schäden durch Wasser am Gebäude kommen nicht nur sehr häufig vor. Sie können auch meist sehr schnell teuer werden. Für Schäden durch Leitungswasser kommt normalerweise die Gebäudeversicherung auf. Doch Versicherte sollten hier genau aufpassen und ihre Bedingungen in der Police überprüfen, denn Wasserschaden ist hier oft nicht gleich Wasserschaden.

So springt die Gebäudeversicherung zwar bei Schäden durch einen Rohrbruch oder einem Riss in der Wasserleitung ein. Der Versicherungsschutz gilt also, wenn das Material beschädigt wird. Eine Verstopfung ist kein Bruch und fällt somit in vielen Fällen nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gebäudeversicherung.

Auch wenn das Material nicht ausreichend gewartet und die regelmäßigen nötigen Reparaturen nicht durchgeführt wurden, muss die Versicherung in vielen Fällen nicht zahlen. Ähnliches gilt, wenn eine defekte Dusche oder Badewanne Schäden am Mauerwerk anrichtet. Dies fällt ebenfalls nicht in den Bereich der Gebäudeversicherung:

Bei den meisten Policen ist die Voraussetzung das bestimmungswidrige Austreten von Wasser. Da bei der Dusche oder der Badewanne das Wasser jedoch sozusagen absichtlich austritt, kann es hier zu Einschränkungen kommen. Für solche Fälle gibt es jedoch in der Regel extra Klauseln. Bei Wasserschäden ist also Vorsicht geboten. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen kann Abhilfe oder zumindest Gewissheit schaffen.