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Artikel Tagged ‘Mietrecht’

Wasserschaden durch zugefrorene Leitungen: Haftet Mieter oder Vermieter?

7. Februar 2012 Keine Kommentare
Winter by flickr johannes.kuensebeck Wasserschaden durch zugefrorene Leitungen: Haftet Mieter oder Vermieter?

cc by flickr/ johannes.kuensebeck

In diesen Tagen ist die anhaltende Kälte in Deutschland das Thema Nummer eins. Vielerorts ist es durch die Minusgrade bereits zu Schäden an Rohren und Leitungen gekommen. Der häufigste Grund hierfür ist, dass das Wasser nicht abgelassen wurde oder die Heizung ausgestellt oder zu niedrig geregelt war. Dadurch frieren die Leitungen zu und es kann zu einem Wasserschaden kommen, der oft erst viel zu spät bemerkt wird, wenn der Schaden schon groß ist.

In einem Miethaus stellt sich in solch einem Fall natürlich die Frage, ob der Vermieter oder der Mieter haftet. Grundsätzlich muss ein Mieter dafür sorgen, dass er mit der Mietsache gut umgeht. Dazu gehört eben auch im Winter alle Räume ausreichend zu beheizen und dies in entsprechendem Maße im Winter auch zu tun, wenn man zum Beispiel über einen längeren Zeitraum im Urlaub ist. Kommt man dieser Pflicht nicht nach und macht sich so der groben Fahrlässigkeit schuldig, so muss in der Regel der Mieter selbst haften.

Eingeschränkt wird diese Haftung zum Teil, wenn die Gebäudeversicherung des Vermieters Schäden durch Rohrbrüche abdeckt. Hat sich der Mieter nur leicht fahrlässig verhalten, kann diese Versicherung einspringen. Waren die Leitungen schlecht isoliert oder verlegt, so muss in den meisten Fällen ebenfalls der Vermieter haften, vor allem wenn der Mieter seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.

Leerstehendes Mietshaus: Vermieter muss Leitungen kontrollieren

16. August 2011 Keine Kommentare
Wasserleitung by flickr pickade Leerstehendes Mietshaus: Vermieter muss Leitungen kontrollieren

cc by flickr/ pickade

Grundsätzlich kommt die Gebäudeversicherung für Schäden an Wasserleitungen auf, jedoch wie immer nur, wenn der Eigentümer seine Sorgfaltspflicht erfüllt und nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Dies gilt auch in besonderen Fällen, wenn beispielsweise ein Mietshaus längere Zeit leer steht.

Zieht ein Mieter aus einem Haus aus, teilt er dem Vermieter in der Regel auch mit, dass nun keine Versorgung mit Leitungswasser mehr nötig sei. Damit hat der bisherige Mieter seine Obliegenheitspflicht erfüllt. Findet der Hauseigentümer jedoch über einen längeren Zeitraum keinen neuen Mieter und das Haus steht leer, muss er dafür sorgen, dass kein Schaden am Haus entsteht.

Dazu gehört eben auch die Kontrolle der unbenutzten Rohrleitungen, denn im Winter kann es beispielsweise durch die Kälte zu einem Rohrbruch kommen. Hat der Vermieter hier nicht seine Pflichten erfüllt, weigert sich unter Umständen die Gebäudeversicherung für die Kosten des Schadens aufzukommen.

Mieter: Gebäudeversicherung des Vermieters zuständig für Wasserrohrbruch im Keller

19. April 2011 Keine Kommentare
Rohrbruch by wikimedia Dergreg1 Mieter: Gebäudeversicherung des Vermieters zuständig für Wasserrohrbruch im Keller

cc by wikimedia/ Dergreg

Es ist der Alptraum von wohl allen Hausbesitzern. Ein Rohr bricht und der ganze Keller mitsamt Weinkeller steht unter Wasser. Zuständig für die Schadensregulierung ist in diesem Fall die Gebäudeversicherung. Dies gilt auch für Mieter, worauf aktuell der Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin hinweist.

Steht das eigene Kellerabteil durch einen Heizungs- oder Abwasserrohrbruch unter Wasser und persönliche Dinge wurden beschädigt, muss dafür nicht der Mieter haften. Dieser wendet sich an den Vermieter, dessen Gebäudeversicherung dann einspringt. Der Vermieter setzt sich nun mit der Versicherung in Kontakt, die dann wiederum auf den betroffenen Mieter zukommt.

Zur Not kann sich der Mieter natürlich auch direkt an die Gebäudeversicherung des Vermieters wenden. Dafür muss man jedoch die entsprechende Adresse kennen. Ist dies nicht der Fall, kann man den Vermieter natürlich nach den entsprechenden Daten fragen. Dieser ist zu einer Herausgabe jedoch nicht verpflichtet.