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Archiv für Februar, 2012

Fett beim Erhitzen immer beaufsichtigen!

28. Februar 2012 Keine Kommentare
Frittieren by wikimedia Hayford Peirce Fett beim Erhitzen immer beaufsichtigen!

cc by wikimedia/ Hayford Peirce

Generell sollte man seinen Herd beim Kochen nicht unbeaufsichtigt lassen und schon gar nicht das Haus verlassen, wenn sich etwas Heißes auf dem Herd befindet. Dies gilt vor allem, wenn man leicht entzĂŒndliche Dinge wie Fett erhitzt. In solch einem Fall muss man damit rechnen, dass man die Kosten fĂŒr einen eventuellen Schaden zum Teil selbst tragen muss, denn die WohngebĂ€udeversicherung wird dies als grobe FahrlĂ€ssigkeit bewerten. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Dortmund hervor, auf das die Fachzeitschrift „recht und schaden“ hinweist.

In dem konkreten Fall hatte eine Frau zum Frittieren von Pommes Frites Fett auf dem Herd erhitzt. WĂ€hrend dieses Vorgangs verließ sie nicht nur die KĂŒche, sondern gleich das ganze Haus um ihre Tochter abzuholen. Das Fett entzĂŒndete sich und verursachte einen Schaden von rund 11.000 Euro. Die WohngebĂ€udeversicherung weigerte sich aufgrund von grob fahrlĂ€ssigem Verhalten fĂŒr den vollen Schaden aufzukommen. 50 Prozent sollte die Frau alleine ĂŒbernehmen.

Die Richter sahen dies am Ende genauso wie der Versicherer. Das Erhitzen von Fett zĂ€hle zu den besonders gefĂ€hrlichen TĂ€tigkeiten im Haushalt, da es leicht entflammbar ist. Die Frau hĂ€tte nicht die KĂŒche und schon gar nicht das Haus verlassen dĂŒrfen.

WasserschÀden gut dokumentieren

21. Februar 2012 Keine Kommentare
Heizung by flickr Manchester Library WasserschÀden gut dokumentieren

cc by flickr/ Manchester Library

Noch ist der Winter in diesem Jahr nicht vorbei. In einigen Teilen Deutschlands konnte man nach den frostigen Tagen wieder ein wenig aufatmen, doch heute schneit es zum Beispiel in Berlin wieder. Wie an dieser Stelle bereits hĂ€ufiger berichtet, gehören zu den hĂ€ufigsten SchĂ€den bei diesen Temperaturen WasserschĂ€den durch gefrorene Leitungen. So haben wir bereits hĂ€ufiger darauf hingewiesen, dass man unbedingt alle RĂ€ume gut heizen und Außenleitungen entleeren und abdrehen sollte.

Kommt es dennoch zu einem Wasserschaden, so ist es extrem wichtig, diesen ausreichend zu dokumentieren. So sollten nicht nur Fotos vom kaputten Rohr, den nassen Stellen oder der Überschwemmung gemacht werden, sondern auch Bilder von kaputten GegenstĂ€nden wie Teppichen oder ElektrogerĂ€ten.

Wenn möglich können auch bestimmte GegenstĂ€nde aufgehoben werden, falls ein SachverstĂ€ndiger sie genauer in Augenschein nehmen möchte. Eine Quittung ĂŒber den bezahlten Preis bei GegenstĂ€nden ist ebenfalls ratsam. FĂŒr solche SchĂ€den wird nĂ€mlich die Hausratversicherung einspringen. FĂŒr SchĂ€den am GebĂ€ude selbst greift die WohngebĂ€udeversicherung des Hausbesitzers bzw. Vermieters, jedoch nicht, wenn der Betroffene selbst seine oben erwĂ€hnten Obliegenheitspflichten wie Heizen vernachlĂ€ssigt hat. Hier liegt die Beweislast jedoch beim Versicherer.

WohngebÀudeversicherung: Urteil zu Absicherung bei Erdfall

14. Februar 2012 Keine Kommentare
Höhle bei flickr dasu  WohngebÀudeversicherung: Urteil zu Absicherung bei Erdfall

cc by flickr/ dasu_

Wenn es ums Geld geht, so scheinen uns Menschen die Argumente niemals auszugehen. So landen zum Beispiel immer wieder FÀlle vor Gericht, in denen es sich um Definitionsfragen in Versicherungsbedingungen dreht. So wurde vor dem Oberlandesgericht in Koblenz vor knapp einem Jahr ein Urteil gefÀllt, das bei der WohngebÀudeversicherung den Unterschied zwischen einem Erdfall und einem Einsturz durch Austrocknung klÀrte.

Konkret ging es dabei um einen Hausbesitzer, bei dessen Haus sich bereits Risse gebildet hatten. Ein SachverstĂ€ndiger stellte daraufhin fest, dass das Erdreich unter dem Haus ausgetrocknet sei und sich aufgrund dieser Verkleinerung des Bodens das Haus langsam absenke. Der EigentĂŒmer forderte daraufhin von seiner WohngebĂ€udeversicherung entsprechende Leistungen, denn SchĂ€den durch Erdfall waren mitversichert.

Der Versicherer weigerte sich jedoch und argumentierte, dass es sich bei einer Austrocknung des Erdreichs nicht um einen Erdfall handle. Die Richter waren am Ende ebenfalls dieser Meinung und der HauseigentĂŒmer musste fĂŒr die SchĂ€den selbst aufkommen. Laut dem Gericht sei ein Erdfall ein naturbedingter Einsturz des Bodens ĂŒber natĂŒrlichen HohlrĂ€umen. Dies lĂ€ge bei der Austrocknung des Erdreichs nicht vor.

Wasserschaden durch zugefrorene Leitungen: Haftet Mieter oder Vermieter?

7. Februar 2012 Keine Kommentare
Winter by flickr johannes.kuensebeck Wasserschaden durch zugefrorene Leitungen: Haftet Mieter oder Vermieter?

cc by flickr/ johannes.kuensebeck

In diesen Tagen ist die anhaltende KĂ€lte in Deutschland das Thema Nummer eins. Vielerorts ist es durch die Minusgrade bereits zu SchĂ€den an Rohren und Leitungen gekommen. Der hĂ€ufigste Grund hierfĂŒr ist, dass das Wasser nicht abgelassen wurde oder die Heizung ausgestellt oder zu niedrig geregelt war. Dadurch frieren die Leitungen zu und es kann zu einem Wasserschaden kommen, der oft erst viel zu spĂ€t bemerkt wird, wenn der Schaden schon groß ist.

In einem Miethaus stellt sich in solch einem Fall natĂŒrlich die Frage, ob der Vermieter oder der Mieter haftet. GrundsĂ€tzlich muss ein Mieter dafĂŒr sorgen, dass er mit der Mietsache gut umgeht. Dazu gehört eben auch im Winter alle RĂ€ume ausreichend zu beheizen und dies in entsprechendem Maße im Winter auch zu tun, wenn man zum Beispiel ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum im Urlaub ist. Kommt man dieser Pflicht nicht nach und macht sich so der groben FahrlĂ€ssigkeit schuldig, so muss in der Regel der Mieter selbst haften.

EingeschrĂ€nkt wird diese Haftung zum Teil, wenn die GebĂ€udeversicherung des Vermieters SchĂ€den durch RohrbrĂŒche abdeckt. Hat sich der Mieter nur leicht fahrlĂ€ssig verhalten, kann diese Versicherung einspringen. Waren die Leitungen schlecht isoliert oder verlegt, so muss in den meisten FĂ€llen ebenfalls der Vermieter haften, vor allem wenn der Mieter seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.