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Archiv für Oktober, 2011

WohngebÀudeversicherung: Liste von gestohlenen GegenstÀnden nachreichen

25. Oktober 2011 Keine Kommentare
Immobilienpreis by flickr Images of Money WohngebÀudeversicherung: Liste von gestohlenen GegenstÀnden nachreichen

cc by flickr/ Images_of_Money

SchĂ€den mĂŒssen dem Versicherer so schnell wie möglich gemeldet werden. Dies gilt fĂŒr die Hausrat- und WohngebĂ€udeversicherung genauso wie fĂŒr andere Versicherungen. Wie an dieser Stelle bereits hĂ€ufiger erwĂ€hnt, sollte man zudem den Schaden möglichst zeitnah dokumentieren und mit Fotos festhalten. Wie viel Zeit hat man jedoch um festzustellen, was nach einem Einbruch alles gestohlen wurde?

Mit dieser Frage beschĂ€ftigte sich vor kurzem das Oberlandesgericht Karlsruhe. In dem konkreten Fall waren einem Hausbesitzer bei einem Einbruch einige wertvolle Dinge wie Schmuck gestohlen worden, aber auch Dinge, die mit dem Haus verbunden waren. Er meldete diesen Schaden ordnungsgemĂ€ĂŸ seiner WohngebĂ€udeversicherung. Der Versicherer wies ihn dabei jedoch nicht darauf hin, dass auch die Liste mit dem Stehlgut schnellstmöglich eingereicht werden mĂŒsse.

Der Mann benötigte eine Zeit um festzustellen, was alles fehlte und vor allem welchen Wert die entsprechenden GegenstĂ€nde hatten. Diese Liste reichte er dann mit ein wenig Verzögerung nach und der Versicherer wollte aufgrund dieser VerspĂ€tung dem Kunden die Leistung kĂŒrzen. Die Richter entschieden am Ende jedoch zu Gunsten des Versicherten. Es handle sich nicht um grobe FahrlĂ€ssigkeit. ZusĂ€tzlich hatte der Versicherer den Betroffenen nicht ĂŒber mögliche Folgen informiert. Die WohngebĂ€udeversicherung muss dementsprechend fĂŒr den vollen Schaden aufkommen.

BGH: Klauseln in VersicherungsvertrĂ€gen nach altem Recht sind ungĂŒltig

18. Oktober 2011 Keine Kommentare
Vertrag by flickr Gunnar Wrobel BGH: Klauseln in VersicherungsvertrĂ€gen nach altem Recht sind ungĂŒltig

cc by flickr/ Gunnar Wrobel

Wohl jeder Kunde hat Versicherungspolicen zuhause, die dort schon seit Jahren liegen und in die man lange Zeit nicht mehr hineingeschaut hat. Kommt es jedoch zu einem Schaden und man benötigt genau diese Policen, dann sollte man sie unbedingt auf AktualitĂ€t ĂŒberprĂŒfen, was natĂŒrlich generell in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden sinnvoll ist.

So wurden 2008 die Vertragsbedingungen per Gesetz verbraucherfreundlicher. Die Versicherer hatten danach ein Jahr lang Zeit um die VertrĂ€ge abzuĂ€ndern, doch dem sind auch heute noch manche nicht nachgekommen. Der Bundesgerichtshof entschied nun, dass Klauseln in alten VertrĂ€gen, die dem neuen Recht widersprechen, ungĂŒltig sind.

In dem konkreten Fall ging es um den EigentĂŒmer einer leerstehenden Wohnung. Er hatte dort die Wasserrohre nicht entleert und so kam es im Winter zu einem Wasserschaden. Die GebĂ€udeversicherung weigerte sich nun fĂŒr den kompletten Schaden aufzukommen und berief sich dabei auf den Versicherungsvertrag, nach dem der EigentĂŒmer seinen Pflichten nicht nachgekommen war.

Nach dem alten Vertrag hĂ€tte der Versicherer in solch einem Fall gar nichts zahlen mĂŒssen. Das neue Recht sieht jedoch vor, dass der Schaden je nach Schwere nur gemindert werden kann. Zwar wollte der Versicherer immerhin die HĂ€lfte des Schadens begleichen, doch dies reichte den Richtern des BGH nicht. Da die Klausel komplett unwirksam ist, muss der Versicherer fĂŒr den vollen Schaden aufkommen.

BGH: GrundstĂŒckseigentĂŒmer haftet fĂŒr ĂŒbergreifendes Feuer

11. Oktober 2011 Keine Kommentare
Feuer by flickr schoschie BGH: GrundstĂŒckseigentĂŒmer haftet fĂŒr ĂŒbergreifendes Feuer

cc by flickr/ schoschie

Ein Feuer am eigenen Haus ist fĂŒr GebĂ€udebesitzer an sich schon schlimm genug, doch wenn das Feuer auch noch auf das Haus des Nachbarn ĂŒbergreift, ist dies nicht nur tragisch, sondern kann auch teuer werden. Laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) muss nĂ€mlich der GrundstĂŒckseigentĂŒmer in solch einem Fall auch fĂŒr SchĂ€den am Besitz des Nachbarn haften.

FĂ€ngt die Immobilie des Nachbarn also ebenfalls Feuer, so spielt es in den Augen der Richter keine Rolle, ob der EigentĂŒmer, von dessen GrundstĂŒck der Brand ausging, Schuld oder eben keine Schuld an dem Feuer hat. Es ist also nicht wichtig, wer den Brand verursacht hat, sondern alleine, dass der Nachbar einen Anspruch auf finanzielle EntschĂ€digung habe.

Die GebĂ€udeversicherung des Nachbarn hat nun die Möglichkeit den GrundstĂŒckseigentĂŒmer in Regress zu nehmen. Dies werden in der Regel die einzelnen GebĂ€udeversicherungen untereinander klĂ€ren, denn am Ende zĂ€hlt immer, dass man selbst seine Immobilie gut abgesichert hat.

Leitungswasserschaden: Auf ordnungsgemĂ€ĂŸe Trocknung achten

4. Oktober 2011 Keine Kommentare
Bad by flickr mrbill Leitungswasserschaden: Auf ordnungsgemĂ€ĂŸe Trocknung achten

cc by flickr/ mrbill

LeitungswasserschĂ€den können schneller auftreten als uns lieb ist. Ist dies der Fall sollte man als HauseigentĂŒmer unbedingt darauf achten, dass die Trocknung ordnungsgemĂ€ĂŸ geschieht, denn sonst riskiert man womöglich den Versicherungsschutz seiner GebĂ€udeversicherung. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Köln hervor.

In dem konkreten Fall waren in dem Badezimmer eines Hauses Rohre verlegt worden. Dabei kam es zu einem Leitungswasserschaden. Der EigentĂŒmer achtete nicht auf eine ordnungsgemĂ€ĂŸe Trocknung, so dass spĂ€ter der Holzfußboden im Nachbarzimmer von Hausschwamm befallen war.

Die GebĂ€udeversicherung weigerte sich fĂŒr den Schaden aufzukommen und verwies unter anderem auf die falsche Trocknung. Die Richter gaben dem Versicherer am Ende Recht, denn ein Befall von Hausschwamm stĂŒnde nicht in den vertraglichen Vereinbarungen, egal wie er entstanden sei. Zudem wĂ€re der EigentĂŒmer verpflichtet gewesen, nach dem Leitungswasserschaden fĂŒr eine richtige Trocknungsweise zu sorgen.

Versicherungsvergleiche bieten gĂŒnstige Angebote

2. Oktober 2011 Keine Kommentare
Rolf H. 150x150 Versicherungsvergleiche bieten gĂŒnstige Angebote

cc by flickr/ Rolf H.

Wer EigentĂŒmer einer Immobilie ist, der sollte diese unbedingt schĂŒtzen. Dabei ist es ganz egal, ob der EigentĂŒmer das Haus selbst bewohnt oder an andere vermietet. Denn schnell ist es passiert. Ein kleines Feuer wird zur Katastrophe und vernichtet das ganze Bauwerk. Oder ein Leitungswasserschaden beschĂ€digt die WĂ€nde und Böden des Hauses. Einen kleinen Schaden kann der EigentĂŒmer vielleicht noch aus eigener Tasche bezahlen. Aber was ist, wenn das ganze Haus zerstört wird oder der Schaden mehrere Tausend Euro betrĂ€gt? Das bedeutet fĂŒr die Meisten den finanziellen Ruin.

Daher ist es fĂŒr jeden Hausbesitzer ratsam eine WohngebĂ€udeversicherung abzuschließen. Diese kommt fĂŒr SchĂ€den auf, die durch Feuer, Blitzschlag, Leitungswasser und Sturm entstehen. ZusĂ€tzlich können auch die sogenannten ElementarschĂ€den mit eingeschlossen werden. Gerade in der heutigen Zeit steigt die Nachfrage danach erheblich. Zu den Risiken gehören SchĂ€den durch Erdbeben, Erdrutsch, Lawinen und Hochwasser. Aber auch individuelle Risiken kann der HauseigentĂŒmer mitversichern. Besitz er beispielsweise ein Aquarium oder ein Wasserbett sollte er diese zusĂ€tzlichen Risiken in jedem Fall seiner Versicherung mit angeben. Ein defektes Wasserbett kann gerade die Etage darunter erheblich beschĂ€digen.

Der Abschluss einer WohngebĂ€udeversicherung ist freiwillig. Kein EigentĂŒmer sollte jedoch darauf verzichten. Die PrĂ€mie ist im Gegensatz zu dem Schaden, der entstehen kann, gering. FĂŒr Bauherren ist der Abschluss einer Versicherung meistens Pflicht. Die Banken verlangen bei der Kreditvergabe einen Nachweis ĂŒber diesen Vertrag.

Der Beitrag einer WohngebĂ€udeversicherung richtet sich nach verschiedenen Kriterien. Wichtig sind die GrĂ¶ĂŸe und die Beschaffenheit der Immobilie sowie alle Sonderausstattungen. Auch relevant ist der Wohnort. Die BeitrĂ€ge der verschiedenen Versicherer variieren sehr stark. Damit der Hausherr nicht zu viel bezahlt, sollte er vorab die BeitrĂ€ge miteinander vergleichen. Das funktioniert am besten mit einem Vergleichsrechner fĂŒr WohngebĂ€udeversicherungen. Einmal die Daten eingegeben, erhĂ€lt eine Übersicht mehrerer Angebote, die individuell fĂŒr ihn erstellt werden. Daraus kann er sich das gĂŒnstigste Angebot aussuchen.