Archiv

Archiv für September, 2011

Unbewohntes Haus: Wasserleitungen leeren

27. September 2011 Keine Kommentare

leeres Haus 300x245 Unbewohntes Haus: Wasserleitungen leerenAuch ein unbewohntes Haus muss vom EigentĂŒmer entsprechend geschĂŒtzt werden. Dazu gehört auch, dass er gewisse Obliegenheitspflichten erfĂŒllt. Kommt er diesen nicht nach, riskiert er meist den Schutz seiner GebĂ€udeversicherung. Nach einem Urteil des Landgerichts Wiesbaden, gehört zu solchen Pflichten auch das Ablassen des Wassers in allen Anlagen.

In dem konkreten Fall ging es um den Besitzer eines derzeit unbewohnten Hauses, der einen Wasserschaden in dem GebĂ€ude von seiner GebĂ€udeversicherung reguliert haben wollte. Der Versicherer verweigerte jedoch die Leistung, da er der Überzeugung war, der EigentĂŒmer hĂ€tte die Wasserleitungen entleeren mĂŒssen. Der Hausbesitzer entgegnete jedoch, dass mehrmals die Woche in dem Haus Renovierungsarbeiten gemacht wĂŒrden.

Die Richter entschieden zu Gunsten des GebÀudeversicherers, denn das Entleeren der Wasserleitungen sei eine zumutbare Pflicht um SchÀden vorzubeugen. Auch nach den Renovierungsarbeiten sei dies jeweils innerhalb von wenigen Minuten möglich.

Renovierung oder leer stehendes GebÀude: Dem Versicherer mitteilen!

20. September 2011 Keine Kommentare
leerstehendes Haus by flickr Jay DeFehr Renovierung oder leer stehendes GebÀude: Dem Versicherer mitteilen!

cc by flickr/ Jay DeFehr

Ändert sich die Nutzung des Hauses, muss dies der GebĂ€udeversicherung mitgeteilt werden. Werden beispielsweise Renovierungsmaßnahmen durchgefĂŒhrt, die das Haus in dieser Zeit nicht bewohnbar machen, gilt dies als nicht genutzter Zustand. Meldepflichtig ist damit auch ein vorĂŒbergehend leer stehendes Haus.

In all diesen FĂ€llen muss der Versicherte darauf achten, dass er seine Obliegenheitspflichten nicht verletzt. Das heißt, dass der HauseigentĂŒmer dafĂŒr sorgen muss, dass mögliche SchĂ€den abgewendet werden. So ziehen leer stehende HĂ€user schon mal gerne Dritte an. Steigen beispielsweise Jugendliche in das Haus ein und zĂŒndeln, so muss in den meisten FĂ€llen der HauseigentĂŒmer aufgrund von grober FahrlĂ€ssigkeit mit haften.

Das Haus muss also unter anderem gegen Vandalismus gesichert werden. Auch Wasserleitungen mĂŒssen auf Defekte hin untersucht oder Materialien gegen Feuer abgesichert werden. Am besten bespricht man in solch einem Fall die genauen Pflichten mit dem Versicherer, dass man wĂ€hrend einer Renovierung nicht alleine auf Kosten sitzen bleibt.

BrĂŒhl: Balkon bricht ein und keine Versicherung zahlt

13. September 2011 Keine Kommentare
Balkon by geograph Basher Eyre BrĂŒhl: Balkon bricht ein und keine Versicherung zahlt

cc by geograph/ Basher Eyre

Man kann sein Haus manchmal noch so gut absichern, das Leben kann manchmal trotzdem Situationen mit sich bringen, an die weder die Hausbesitzer noch die Versicherer gedacht haben. Vor einigen Tagen ist in BrĂŒhl in der NĂ€he von Köln der Balkon eines Hauses einfach abgesackt. Nun steht das Ehepaar, dem das Haus gehört vollkommen alleine da, denn keine Versicherung will fĂŒr den Schaden aufkommen.

Als es passierte, befand sich zum GlĂŒck niemand auf oder in der NĂ€he des Balkons. Plötzlich neigte dieser sich um 45 Grad und drohte abzustĂŒrzen. Ein Spezialkran musste anrĂŒcken und den Balkon vom Haus entfernen, damit nichts Schlimmeres passiert. Interessanterweise wurde der Balkon nur sehr selten benutzt. Es waren auf den ersten Blick keine Zeichen von Rost oder Ähnlichem an den TrĂ€gern zu erkennen und das Haus ist erst acht Jahre alt.

Nun wollen weder die GebĂ€ude- noch die Rechtsschutzversicherung des Paares etwas von dem Fall wissen, da keine Ursache fĂŒr den Schaden erkennbar ist. Die GebĂ€udeversicherung zahlt zudem nur, wenn SchĂ€den durch Brand, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Blitzschlag entstehen. Nun soll ein Gutachter fĂŒr Klarheit sorgen.

Was mĂŒssen Hausbesitzer im Winter unbedingt griffbereit haben?

9. September 2011 Keine Kommentare
mueritz 150x150 Was mĂŒssen Hausbesitzer im Winter unbedingt griffbereit haben?

cc by flickr/ mueritz

Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, sollten sich Hausbesitzer daran machen, ihre BestĂ€nde an WinterausrĂŒstung zu ĂŒberprĂŒfen. Schneeschieber, Streusalz und Co., was sollte in keiner Abstellkammer fehlen?

Viele HĂ€user werden mit Öl beheizt. Es ist ratsam, den Vorrat an Heizöl bereits im SpĂ€tsommer zu ĂŒberprĂŒfen und gegebenenfalls die Tanks im Keller aufzufĂŒllen. Heizöl ist in den Wintermonaten auf Grund der erhöhten Nachfrage teurer als im Sommer, wer also seine Heizkosten senken möchte, der bestellt bis spĂ€testens Oktober die benötigte Menge Öl. Auch ein Preisvergleich der verschiedenen Anbieter lohnt sich!

Mit den ersten Schneeflocken wird ein Schneeschieber zum unverzichtbaren Utensil. Hausbesitzer sind per Gesetz dazu verpflichtet, die Gehwege vor ihrem Haus von Schnee und Eis zu rĂ€umen. Billige Modelle aus dem Baumarkt oder Versandhandel mit Plastikschaufel sollten erst gar nicht angeschafft werden. Sie halten im besten Falle nur eine Saison. Auf Dauer gesehen gĂŒnstiger sind hochwertige Schneeschieber aus Aluminium mit verstĂ€rkter Vorderkante aus gehĂ€rtetem Stahl. Diese Werkzeuge halten mehrere Jahre und kommen auch mit riesigen Schneemassen zurecht.

HĂ€ufig erlebt man, dass Hausbesitzer die Gehwege mit Streusalz abstreuen. Salz hat zwar unbestreitbar sehr gute abtauende Wirkung, ist leider jedoch in gleichem Maße schĂ€dlich fĂŒr die Umwelt. Zudem ist der Einsatz von Streusalz in den meisten Gemeinden verboten und die Verwendung nur in AusnahmefĂ€llen (bei starker Vereisung, auf Treppen oder bei starken GefĂ€llen) erlaubt. Die Verwendung von abstumpfenden Mitteln wie Kies, Sand oder Streusplit ist die umweltfreundliche Alternative zu Streusalz, darĂŒber hinaus noch völlig legal und weniger kostenintensiv.

Wasserleitungen, die im Winter wenig bis gar nicht genutzt werden, sollten ĂŒber die Wintermonate stillgelegt werden. Eingefrorene Leitungen platzen schnell, die Reparatur wird dann richtig teuer!

Gut gerĂŒstet mit diesen Tipps kann der nĂ€chste Winter kommen!

Haus mieten: GebÀudeversicherung ist Vermietersache

6. September 2011 Keine Kommentare
Haus by flickr dysturb Haus mieten: GebÀudeversicherung ist Vermietersache

cc by flickr/ dysturb

Nicht alle entscheiden sich gleich fĂŒr den Kauf eines Hauses, wenn die Familie mehr Platz braucht. So manch einer in Deutschland lebt auch in einem Haus zur Miete. In solch einem Fall sollten sich Mieter natĂŒrlich auch ĂŒber den Versicherungsschutz informieren.

Der Abschluss einer GebĂ€udeversicherung ist grundsĂ€tzlich Sache des Vermieters. Das heißt als Mieter eines Hauses muss man sich nicht um diesen Teil kĂŒmmern, sondern nur auf Wunsch um eine eigene Hausratversicherung.

Trotzdem sollte man sich mit dem Vermieter kurzschließen, was genau die Police fĂŒr die GebĂ€udeversicherung beinhaltet. Wie sieht es beispielsweise mit SchĂ€den aus, die durch Blitzschlag an ElektrogerĂ€ten verursacht wurden? Beinhaltet der Versicherungsschutz die EinbaukĂŒche? Wie sieht es mit dem selbst verlegten Boden aus? Über all diese Punkte sollte man nicht nur Bescheid wissen, sie tragen auch maßgeblich dazu bei, fĂŒr welche Hausratversicherung man sich selbst entscheidet.