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Archiv für August, 2011

Blitzschlag: Gebäudeversicherung durch Hausratversicherung ergänzen

30. August 2011 Keine Kommentare
Blitz by fotopedia nebelkerze Blitzschlag: Gebäudeversicherung durch Hausratversicherung ergänzen

cc by fotopedia/ nebelkerze

In den letzten Wochen zogen immer wieder für den Sommer typische Unwetter über Deutschland. Auch wenn die meisten dabei denken, dass ein Schaden durch Blitzschlag am eigenen Haus eher unwahrscheinlich ist, sagen die Statistiken leider etwas anderes. Die meisten Hausbesitzer sind normalerweise über ihre Gebäudeversicherung gegen Blitzschlag abgesichert.

Was viele jedoch vergessen ist, dass in den meisten Policen nur das Gebäude an sich gegen Schäden durch Blitzschlag versichert ist. Kommt es durch einen Blitz zu einem Brand oder Ähnlichem und der Hausrat wird in Mitleidenschaft gezogen, springt hier die Gebäudeversicherung nicht ein. So macht es in vielen Fällen Sinn die Gebäudeversicherung durch eine Hausratversicherung zu ergänzen.

Diese kommt dann nicht nur für den Schaden aufgrund eines durch Blitzschlag bedingten Brands auf, sondern sichert auch beispielsweise angeschlossene elektronische Geräte ab, die durch den Blitz zu Schaden gekommen sind. Wobei letzteres manchmal auch über die Gebäudeversicherung abgedeckt wird. Generell sollte man genau seine Policen auf den individuellen Bedarf hin prüfen.

Schadensbeseitigung nach Wasserschaden: Gebäudeversicherung Einfluss auf Unternehmenswahl

23. August 2011 Keine Kommentare
Waschmaschine by flickr currybet Schadensbeseitigung nach Wasserschaden: Gebäudeversicherung Einfluss auf Unternehmenswahl

cc by flickr/ currybet

Wasserschäden können leider schneller passieren als uns lieb ist. Es muss nur die Waschmaschine defekt sein und daher auslaufen und schon hat man den Salat. In solch einem Fall springt in der Regel für den Schaden am Haus die Wohngebäudeversicherung ein und zahlt auch für das Unternehmen, das die Trocknungsarbeiten durchführt. Dabei darf der Versicherer Einfluss auf die Wahl des Unternehmens nehmen, aber keine konkrete Firma vorschreiben. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig-Holstein hervor.

In dem konkreten Fall ging es um eine Waschmaschine, bei der aufgrund eines Defekts ausgetretenes Leitungswasser Schaden am Haus angerichtet hatte. Der Hauseigentümer hatte ein Unternehmen für die Trocknung beauftragt. Ein Gutachter der Versicherung bemängelte jedoch noch während der Arbeit, dass die Trocknung nicht fachgerecht ausgeführt würde. Der Versicherer schaltete sich daraufhin ein und empfahl dem Hauseigentümer ein anderes Unternehmen. Dieser nahm den Vorschlag an und kündigte der ersten.

Die ursprüngliche Firma zog nun jedoch wegen unlauterem Wettbewerb vor Gericht. Die Richter waren jedoch anderer Meinung. Natürlich dürfe ein Wohngebäudeversicherer seinen Kunden kein bestimmtes Unternehmen vorschreiben. Die einzige Ausnahme sei eine entsprechende vertragliche Regelung. Vorschläge dürfe der Versicherer aber natürlich unterbreiten, vor allem wenn die fachgerechte Ausführung von einem Regulierungsbeauftragten angezweifelt wird.

Leerstehendes Mietshaus: Vermieter muss Leitungen kontrollieren

16. August 2011 Keine Kommentare
Wasserleitung by flickr pickade Leerstehendes Mietshaus: Vermieter muss Leitungen kontrollieren

cc by flickr/ pickade

Grundsätzlich kommt die Gebäudeversicherung für Schäden an Wasserleitungen auf, jedoch wie immer nur, wenn der Eigentümer seine Sorgfaltspflicht erfüllt und nicht grob fahrlässig gehandelt hat. Dies gilt auch in besonderen Fällen, wenn beispielsweise ein Mietshaus längere Zeit leer steht.

Zieht ein Mieter aus einem Haus aus, teilt er dem Vermieter in der Regel auch mit, dass nun keine Versorgung mit Leitungswasser mehr nötig sei. Damit hat der bisherige Mieter seine Obliegenheitspflicht erfüllt. Findet der Hauseigentümer jedoch über einen längeren Zeitraum keinen neuen Mieter und das Haus steht leer, muss er dafür sorgen, dass kein Schaden am Haus entsteht.

Dazu gehört eben auch die Kontrolle der unbenutzten Rohrleitungen, denn im Winter kann es beispielsweise durch die Kälte zu einem Rohrbruch kommen. Hat der Vermieter hier nicht seine Pflichten erfüllt, weigert sich unter Umständen die Gebäudeversicherung für die Kosten des Schadens aufzukommen.

Gebäudeversicherung: Grobe Fahrlässigkeit in der Küche kostet Versicherungsschutz

9. August 2011 Keine Kommentare
Frittieren by flickr kochtopf Gebäudeversicherung: Grobe Fahrlässigkeit in der Küche kostet Versicherungsschutz

cc by flickr/ kochtopf

Wer sich grob fahrlässig verhält, riskiert bei den meisten Versicherungen seinen Versicherungsschutz. Dies gilt natürlich auch bei der Gebäudeversicherung. Dabei denkt man dann meistens an größere Probleme, wie das Vernachlässigen der Wartungspflicht des Hauses oder Ähnliches, doch auch im normalen Alltag lauern kleine Stolperfallen, die aufgrund von ein wenig Unachtsamkeit einen großen Schaden auslösen können.

Dies gilt beispielsweise für das Kochen in der Küche und den Umgang dort mit heißem Öl und Fett. Wenn jemand Fett in einem offenen Kochtopf erhitzt um es zum Frittieren zu benutzen, sollte er es auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen. Bei einer solchen Hitze im Topf kann ein Brand entstehen, bei dem man durch Löschversuche womöglich die Situation noch schlimmer macht.

Daher urteilte der Bundesgerichtshof, dass derjenige, der in solch einem Fall die Küche oder sogar das Haus länger als 15 Minuten verlässt, grob fahrlässig handelt. Somit verliert er den Versicherungsschutz seiner Gebäudeversicherung und bleibt auf den Kosten alleine sitzen.